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06.09.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

Paradies für Lohndrücker

Berlin: Mehr als 30000 in Ein-Euro-Jobs, die vom SPD-PDS-Senat massiv für »Verbilligung« öffentlicher Leistungen ausgenutzt werden

Jana Frielinghaus
Der Berliner Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen beweist in Sachen Billigjobs Kreativität. Im Wahlkampf propagiert Harald Wolf von der Linkspartei.PDS gern seine Idee, alle Mittel, die die öffentliche Hand derzeit für Bezieher von Arbeitslosengeld II ausgibt, zu addieren und damit Stellen im öffentlichen Sektor zu finanzieren, bei denen der Bruttolohn »deutlich über vielen vergleichbaren unteren Tarifgruppen läge«. Seine Berechnungen, in die auch die derzeit aus den öffentlichen Haushalten bereitgestellten Mittel für Ein-Euro-Jobs eingeflossen sind, erläuterte Wolf bereits am 28. Dezember 2005 in einem Beitrag für die Frankfurter Rundschau. Nach Wolfs Vorstellungen soll diese neue Art von »Zusatzjobs« bis zu 15 Monate lang voll staatlich finanziert werden können, was bei manchem Träger von Ein-Euro-Stellen wahre Jubel­arien auslösen dürfte. Denn bislang sind die im Behördensprech so genannten »Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung« (MAE...

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