22.08.2006 / Ansichten / Seite 8

»Repression gegen Kurden ist subtiler geworden«

YEK-KOM protestiert gegen politische Verfolgung in Deutschland. Ein Gespräch mit Songül Karabulut

Nick Brauns
Songül Karabulut aus Berlin ist stellvertretende Vorsitzende der Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland, YEK-KOM

Seit heute befinden sich Kurden in Köln, Stuttgart und Berlin im Hungerstreik. Außerdem haben über 60 Mitgliedsvereine von YEK-KOM in Deutschland vorerst geschlossen. Was ist der Anlaß für diese Pro­testaktionen?

Unser Widerstand richtet sich gegen die Kriminalisierung und Verfolgung von Kurden in Deutschland. In den letzten Wochen wurden erneut kurdische Politiker und Journalisten festgenommen. Das haben wir zum Anlaß genommen, um Öffentlichkeit herzustellen. Hier lebende Kurden sind nicht nur durch das Strafrecht bedroht, sondern auch ihr Asylrecht wird eingeschränkt.

Rechte Politker haben immer wieder die Schließung kurdischer Vereine gefordert. Ist es nicht vorauseilender Gehorsam, wenn Sie jetzt freiwillig dichtmachen?

Organisations- und Meinungsfreiheit besteht nur auf dem Papier. Für organisierte Kurden gilt sie nicht. Von übe...

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