21.08.2006 / Ansichten / Seite 8

Bahnbomben: Von Köln nach Beirut

Saubere Spuren

Rainer Matthias
Die »mutmaßlichen Attentäter«, die am 31. Juli auf dem Kölner Hauptbahnhof zwei schwere Koffer hinter sich her zogen, um sie in Regionalzügen abzustellen und dann schnell das Weite zu suchen, haben alles falsch gemacht, was nur falsch zu machen war. Erstens: Sie wählten für ihren Einsatz ausgerechnet einen voll mit Videokameras überwachten Großbahnhof aus. Auf dieser Grundlage wären sie höchstwahrscheinlich anhand der Aufnahmen sogar identifiziert worden, wenn die Koffer wirklich explodiert wären. Denn Reste für deren Rekonstruktion wären trotzdem übrig geblieben. Und einer der beiden »Mutmaßlichen« verwendete ausgerechnet eine Spezialanfertigung, die nur in einem einzigen Kölner Geschäft verkauft wird.

Nächster Fehler: In beiden Koffern waren, absolut unmotiviert, potentielle Beweisstücke plaziert, die nicht nur eindeutig auf den Li...

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