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18.08.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

Vom Wahn zur Depression

Israel hat im Libanon-Krieg kein einziges Ziel erreicht

Uri Avnery
Dreiunddreißig Tage Krieg. Der längste unserer Kriege seit 1949. Auf der israelischen Seite 154 Tote, 117 von ihnen Soldaten. 3970 Raketen wurden gegen uns abgefeuert, mindestens 37 Zivilisten dabei getötet, verwundet mehr als 422. Auf der libanesischen Seite ungefähr tausend tote Zivilisten, Tausende Verwundete. Eine unbekannte Zahl toter und verwundeter Hisbollah-Kämpfer. Mehr als eine Million Flüchtlinge auf beiden Seiten. Was ist zu diesem horrenden Preis erreicht worden?

»Traurig, bescheiden, deprimiert«, so beschrieb der Journalist Yossef Werter Ehud Olmert ein paar Stunden, nachdem die Feuerpause in Kraft getreten war. Olmert bescheiden? Ist das derselbe Olmert, den wir kennen? Derselbe Olmert, der auf den Tisch schlug und schrie: »Nie mehr!« Der sagte: »Nach dem Krieg wird die Situation vollkommen anders aussehen als zuvor!« Der einen »Neuen Nahen Osten« als Folge des Krieges versprach?

Die Resultate des Krieges sind deutlich: Die Gefangenen, die al...



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