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31.07.2006 / Ausland / Seite 3

Die Militärinvasion

Äthiopiens Einmarsch in Somalia verschärft die seit Jahrzehnten andauernden Konflikte zwischen den beiden ostafrikanischen Ländern. Zerreißprobe für somalische Baidoa-Regierung

Rainer Matthias
Äthiopien hat in den vergangenen drei Wochen mehrere tausend Soldaten ins Nachbarland Somalia geschickt. Sie sollen die in der grenznahen Provinzstadt Baidoa residierende sogenannte Übergangsregierung in ihrem Konflikt mit den Milizen der UIC (Union der Islamischen Gerichte) unterstützen, die die Hauptstadt Mogadischu kontrollieren. Die Übergangsregierung wurde vor zwei Jahren mit Hilfe der Afrikanischen Union (AU) und der UNO eingesetzt; Äthiopien ist ihr wichtigster Partner. Die autoritär und repressiv agierende äthiopische Regierung droht damit, die UIC zu »zerschmettern«, falls ihre Milizen Baidoa angreifen. Für derartige Absichten der UIC gibt es jedoch keine Anhaltspunkte.

Unterstützung durch USA

Die UIC hat Äthiopien aufgefordert, ihr Militär sofort zurückzuziehen, und anderenfalls ihre Bereitschaft zum »heiligen Krieg« gegen die Invasoren erklärt. Aufgrund einer jahrzehntelangen Feindschaft zwischen beiden Staaten ist eine Kollaboration mit Äthiop...

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