15.07.2006 / Ausland / Seite 3

»Entschuldung reicht nicht«

Ungerechte Strukturen im Welthandel sind entscheidender Grund für anhaltende Verarmung von Entwicklungsländern. Gespräch mit Jörn Kalinski

Wolfgang Pomrehn
Jörn Kalinski ist Referent bei Oxfam Deutschland. Die Nichtregierungsorganisation ist in den Bereichen Katastrophen- und Entwicklungshilfe tätig und engagiert sich in entwicklungspolitischen Kampagnen.

Mit viel Publicity wurde auf dem letzten G-8-Gipfel in Schottland im Juli 2005 die Streichung eines Teils der Schulden der ärmsten Länder versprochen. Wie sieht ein Jahr später Ihre Bilanz aus?

In bezug auf den Schuldenerlaß eher positiv. Was die ebenfalls versprochene Erhöhung der Entwicklungshilfe und gerechtere Welthandelsregeln angeht, ist man jedoch nicht vorangekommen. Doch die Entwicklung bei den Schulden sehen wir positiv, auch wenn noch mehr Länder mit einbezogen werden müßten. Es gibt ja zum Beispiel seit langem die Forderung der Erlaßjahrkampagne, eine Art internationales Insolvenzverfahren einzuführen, über das sich Staaten entschulden könnten, wie es heute schon für Privatpersonen in vielen Ländern möglich ist.

Was verstehen Sie unter »gere...

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