05.07.2006 / Ansichten / Seite 8

»Kurt Beck ist kein Bär, sondern ein Hamster«

Die Titanic hat sich vertan und den SPD-Chef verwechselt. Schuld ist die Suchmaschine von dpa. Ein Gespräch mit Thomas Gsella

Ralf Wurzbacher
* Thomas Gsella ist Chefredakteur des Satiremagazins Titanic

Das Titelbild der aktuellen Ausgabe der Titanic zeigt einen lachenden SPD-Chef Kurt Beck, unterlegt mit der Schlagzeile »Problembär außer Rand und Band. Knallt die Bestie ab!« Beck findet das gar nicht lustig und hat umgehend eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Hamburg erwirkt, womit der weitere Vertrieb des Heftes untersagt wird. Sind Sie überrascht von der Reaktion?

Nein. Die SPD ist halt ab und zu nicht ganz gescheit. Natürlich ist die ganze Aktion überflüssig und lästig. Nun ist uns mit einstweiliger Verfügung untersagt, in Verbindung mit Beck zu äußern oder äußern zu lassen, zu veröffentlichen oder veröffentlichen zu lassen: »Knallt die Bestie ab!« Weil wir das aber nie getan haben, ist die Angelegenheit ausgesprochen grotesk, vor allem, weil das schöne Titelbild nun indiziert ist. So ein Quatsch. Offenbar hat der SPD-Vorstand aber nix Besseres zu tun.


Also alles nur heiße Luft?

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