24.06.2006 / Ansichten / Seite 8

»Unsere Rechte gelten auch während der WM«

Polizei stürmte Campus in Frankfurt/Main. Studierende wollen sich nicht einschüchtern lassen und mobilisieren zur Demo. Ein Gespräch mit David Dilmaghani

Thomas Klein
David Dilmaghani studiert in Frankfurt am Main und ist Sprecher des dortigen Aktionsbündnisses gegen Studien­ge­bühren

In der Nacht zum Donnerstag ist die Polizei auf den Campus der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main gestürmt und hat zahlreiche Personen festgenommen. Wie kam es dazu?

Um 01.00 Uhr sind etwa 200 Poli­zisten auf den Campus gerannt, haben das Studierendenhaus abgeriegelt und anschließend gestürmt. Der Polizeieinsatz dauerte mehrere Stunden. Angeblich war »Gefahr im Verzug«. Von Seiten der Polizei wurde behauptet, daß eine Scheibe zerschlagen worden sei und eine Mülltonne gebrannt habe. Im Zuge des Polizeieinsatzes wurden rund 50 Personen festgenommen und verbrachten die Nacht in Polizeigewahrsam. Nach und nach wurden sie dann wieder freigelassen.

Wie bewerten Sie das nächtliche Vordringen der Polizei auf den Campus?

Es handelte sich um eine vollkommen überzogene Aktion. Mal abgesehen davon, daß die Begründung »Gefahr ...

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