Schwarzer Kanal
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09.10.1998 / Inland / Seite 0

Spione, Gold und Devisen

Die diskreten Geldtransfers der Thyssen-Bank in Zürich

Werner Rügemer

Baron Eduard von der Heydt gehört in der Schweiz zu den am meisten geachteten Kriegsbankern und Schreibtischtätern des Nazi-Regimes. Er ist bis heute einer der bekanntesten und beliebtesten Deutschen in der Alpenrepublik. Der Baron aus dem westdeutschen Wuppertal hat während der Nazi-Zeit in Zürich nicht nur viel Geld gescheffelt, sondern auch eine immense Kunstsammlung angelegt - bei der Kombination von Geld und Kunst wird das Herz jedes guten Schweizers weich, und der Blick dafür verschwimmt, woher Geld und Kunst genau kommen.

Von der Heydt gehört zu jener Art diskreter Privatbankiers, ohne die die Finanzierung des NS-Regimes nicht so gut funktioniert hätte. Freundschaftlich und geschäftlich verbunden war er etwa mit dem Privatbankier Kurt Freiherr von Schröder, der die Industriespenden für die NSDAP sammelte und in seinem Kölner Bankhaus J.H.Stein das Konto des »Freundeskreises Reichsführer SS« führte.

Goldhehlerei in Zürich

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