08.06.2006 / Inland / Seite 9

Von wegen Aufschwung

Das prognostizierte Wirtschaftswachstum durch die Fußball-WM entpuppt sich bereits im Vorfeld als Luftnummer

Rainer Balcerowiak

Folgt man den Prognosen der Bundesregierung und einiger Wirtschaftsinstitute, dann könnte die morgen beginnende Fußballweltmeisterschaft einen kräftigen volkswirtschaftlichen Wachstumsschub bringen und den Startschuß für einen selbsttragenden Aufschwung der Binnenkonjunktur bedeuten. Von bis zu 60000 neuen Jobs durch die WM wird ebenso fabuliert wie von einer Steigerung des Bruttoinlandsproduktes um 0,5 Prozent.

Eine Studie des Instituts für Arbeit und Wirtschaft an der Universität Bremen kommt jedoch zu wesentlich bescheideneren Ergebnissen. Zwar ergebe eine Saldierung von direkten Kosten und wirtschaftlichen Erträgen einen Gewinn von ungefähr sechs Milliarden Euro, ein Großteil der Investitionen und der mit diesen verbundenen multiplikativen Einkommenswirkungen seien aber bereits im Vorfeld der WM realisiert worden, heißt es in der Studie. Ferner bleibe unbeachtet, ob das Geld nicht bei anderen öffentlichen Einrichtungen eingespart...

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