06.06.2006 / Ansichten / Seite 8

»Der Aufsichtsbehörde ist nicht zu trauen«

Kritische Fragen unerwünscht: EU-Nahrungsmittelaufsicht mit engem Verhältnis zur Gentechnik-Industrie. ­Ein Gespräch mit Adrian Bebb

Wolfgang Pomrehn
Adrian Bebb ist einer der Organisatoren der Gentechnik-Kampagne bei Friends of the Earth International, einem weltweiten Zusammenschluß von Umweltschutzorganisationen, denen unter anderem der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland angehört

F: Sie haben der EU-Nahrungsmittelaufsicht EFSA (European Food Security Authority) wiederholt eine unkritische Haltung gegenüber der Gentechnik vorgeworfen. Weshalb?

EFSA spielt für die Markteinführung gentechnisch veränderter Nahrungsmittel eine Schlüsselrolle. Wenn sie sich zu einem entsprechenden Antrag positiv äußert, hat die EU-Kommis­sion kaum eine andere Wahl, als zuzustimmen. Uns macht besonders Sorge, daß EFSA bisher für jeden Antrag der Gentech-Industrie grünes Licht gab, obwohl es in fast jedem Fall aus Mitgliedsländern Sicherheitsbedenken gab.

Das kam uns sehr verdächtig vor, so daß wir uns angesehen haben, wer für EFSA als wissenschaftlicher Berater arbeitet. Das Ergebnis ist alarmierend: Viele dieser Wi...





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