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02.06.2006 / Ausland / Seite 3

Berlin und Paris zeigen Flagge

Mit der Intervention im Kongo will die EU militärische Handlungsfähigkeit in der Weltpolitik demonstrieren

Lühr Henken
Es stellt sich die Frage, weshalb trotz öffentlich beklagter knapper Kassen so vehement für den Einsatz im Kongo getrommelt wird.

Die Antworten: Da der Einsatz vor allem vom französischen (und auch US-) Interesse diktiert ist, Frankreich jedoch im Kongo nicht auch noch die militärische Führung übernehmen kann, weil sonst überhaupt kein Anschein von Neutralität gewahrt werden könnte, hat die Bundesregierung die Führung der Truppe übernommen. Das ist deshalb im Interesse der deutschen Regierung, weil sie und ihre Vorgängerinnen sich verpflichtet haben, beim Aufbau der Schnellen Eingreiftruppen der EU (80000 Mann bis 2010, davon 18000 deutsche Soldaten) das größte nationale Kontingent zu stellen und sich auch an deren Speerspitze, zwölf oder 13 »Battlegroups«, maßgeblich zu beteiligen.

Die »Battlegroups« sind »bestimmt für, aber nicht begrenzt auf den Gebrauch für zusammenbrechende oder zusammengebrochene Staaten (von denen sich die meisten in Afrika befinden...



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