27.05.2006 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Revolution im Mutterland des Fußballs

Beim FC United of Manchester stehen wieder die Fans im Mittelpunkt

Christian Bunke / Damiano Valgolio, Manchester
Andy Walsh sieht nicht aus wie ein Fußballfan. Und wie ein Revolutionär schon gar nicht. Der ehemalige Bankangestellte trägt Polohemd, Brille und Seitenscheitel. Er spricht leise und bedacht. Er benutzt Worte wie »Geschäftsplan« und »Konsolidierung«, doch schon im nächsten Satz redet er von »Stolz« und »Widerstand«. Für Andy Walsh gehört beides zusammen, spätestens seit er vor rund einem Jahr sein Organisationstalent in den Dienst der Fußballrevolution gestellt hat. Jetzt ist er das Gehirn und der Schatzmeister der Fanrevolte im Mutterland des Fußballs. Seit zwölf Monaten managt der 44jährige den neugegründeten FC United of Manchester. Mit rund 5000 Mitstreitern hat er einem übermächtigen Gegner den Kampf angesagt: Ihr Rebellenclub will sich der Kommerzialisierung und dem Ausverkauf ihres Sports entgegenstellen.

Gegründet würde der FC United im vergangenen Juni von enttäuschten Anhängern des englischen Traditionsvereins Manchester United. Monatelang hatt...

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