23.05.2006 / Inland / Seite 4

Fall Sayan: Noch kein Hinweis

Erste Befragung des in Berlin zusammengeschlagenen Linkspartei-Politikers durch den Staatsschutz. Unbehagen bei Parteifreunden

Peter Wolter
Im Fall des am Freitag abend von Unbekannten zusammengeschlagenen Linkspartei-Politikers Giyasettin Sayan hatte die Berliner Polizei auch am Montag noch keine konkreten Hinweise auf den oder die Täter. Ein Polizeisprecher sagte, bislang hätten sich noch keine Tatzeugen gemeldet. Sayan war am Nachmittag etwa anderthalb Stunden lang vom Staatsschutz zu dem Überfall vernommen worden.

Der 56 Jahre alte migrationspolitische Sprecher der Linksfraktion.PDS im Berliner Abgeordnetenhaus war mit einer Gehirnerschütterung und Prellungen in ein Berliner Krankenhaus eingeliefert worden. Er gab an, in seinem Wahlkreis im Bezirk Lichtenberg von zwei rechten Schlägern mit den Worten überfallen worden zu sein: »Scheiß Türke, wir kriegen dich.« Sie hätten ihn mit einer Flasche schwer verletzt.

Sayan wurde erst am Montag vom Staatsschutz zum Tathergang befragt, da ihn die Ärzte zunächst für vernehmungsunfähig erklärt hatten. Allerdings hatte er sich am Wochenende schon gegen...



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