22.05.2006 / Ausland / Seite 6

Internationale Solidarität in Diyarbakir

Konferenz gegen die Verschleppung von Oppositionellen in der Türkei. Treffen von Festnahmen und massiver Polizeipräsenz überschattet. Gäste aus Argentinien und Palästina eingeladen

Nick Brauns

Rund 300 Menschen aus 20 Ländern nahmen in der kurdischen Metropole Diyarbakir am Wochenende an einer Konferenz gegen die Verschleppung und Ermordung von Oppositionellen durch die türkische Polizei und Todesschwadrone teil. Die Konferenz bildete den Abschluß einer Aktionswoche gegen das »Verschwindenlassen«. Ausgerichtet wurde sie vom »Internationalen Komitee gegen das Verschwindenlassen« (ICAD) und dem »Verein von Familienangehörigen von Verschwundenen« (YAKAY-DER). Auch aus Deutschland kamen mehrere Teilnehmer.

Es war nicht die erste Konferenz dieser Art. Das ICAD hat wiederholt Konferenzen gegen das »Verschwindenlassen« von Menschen in betroffenen Staaten ausgerichtet. So hofft man, sozialen Bewegungen vor Ort und Angehörige der Opfer unterstützen zu können. Seit Mitte der neunziger Jahre gab es Konferenzen in der Westtürkei, Kolumbien und den Philippinen. Baki Selcuk vom Internationalen Büro des ICAD betonte, daß insbesondere in...

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