Der Schwarze Kanal
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02.05.2006 / Ausland / Seite 7

Öl als Trumpfas

Vor den Wahlen im Tschad: Präsident Déby sichert sich Unterstützung der alten und neuen Kolonialmächte in Paris und Washington

Anton Holberg

Idriss Déby ist ins Gerede geraten. Bei der militärischen Niederschlagung von Angriffen der Rebellenarmee FUC (Vereinigte Front für den Wandel) in den ersten Aprilhälfte stützte sich der Präsident des Tschad entscheidend auf die Truppen der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich. In der vergangenen Woche bedankte er sich dafür ausdrücklich bei der Regierung in Paris, erwähnte allerdings lediglich eine Unterstützung durch den französischen Geheimdienst – nicht die Mobilisierung von 1350 Fremdenlegionären sowie den Einsatz von Kampfflugzeugen.

Nun kandidiert Déby erneut für die Präsidentschaft. Am Mittwoch soll gewählt werden. Seine Chancen stehen auch deswegen gut, weil es wie schon in der Vergangenheit wohl wieder zu einem massenhaften Wahlboykott kommen wird. Um überhaupt zum dritten Mal antreten zu können, hatte Déby zuvor die Verfassung ändern lassen. Seine seit 1990 währende Regentschaft ist durch blutige Unterdrück...

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