Der Schwarze Kanal
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02.05.2006 / Inland / Seite 9

2000 Einwendungen gegen »Cholera-Kartoffel«

Umweltinstitut München fordert Stopp für Anbau von Pharma-Pflanzen

Das Umweltinstitut München hat dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Berlin am Freitag rund 2000 Einwendungen gegen einen geplanten Freisetzungsversuch mit genmanipulierten Kartoffeln zugestellt. Die von der Universität Rostock entwickelten Pflanzen enthalten pharmazeutische Stoffe. Sie sollen ab Mai im Freiland angebaut werden und bis 2008 in Groß Lüsewitz in der Nähe von Rostock wachsen.

Pharma-Pflanzen können aufgrund einer Manipulation ihres Erbgutes pharmazeutisch wirksame Proteine, Antikörper, Impfstoffe oder Hormone produzieren. Die transgenen Kartoffeln der Universität sollen der Produktion von Impfstoffen dienen. Zu diesem Zweck wurden Teile aus dem Cholera-Bakterium und dem Virus, das die tödliche »Chinaseuche« bei Kaninchen hervorruft, in verschiedene Kartoffellinien eingebaut. Der Versuch wäre ein Präzedenzfall: Nie zuvor wurden Pharma-Pflanzen in Deutschland auf ...

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