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29.04.2006 / Ansichten / Seite 8

»France soir soll ein Revolverblatt werden«

Kampf gegen Übernahme: Die Redaktion des französischen Traditionsblattes wurde von der Belegschaft besetzt. Ein Interview mit Christophe Driancourt

Harald Neuber

* Christophe Driancourt ist einer der drei Chefredakteure des 1944 gegründeten France soir. Er war verantwortlich für die Herausgabe der letzten Ausgabe. Sie erschien am 14. April unter dem Titel: »Résistance« (Widerstand)

F: Am 14. April hat ein Handelsgericht in Lille den Verkauf der Tageszeitung France soir an den französischen Immobilienunternehmer Jean-Pierre Brunois und den Journalisten Olivier Rey beschlossen. Weshalb protestieren Sie dagegen?

Weil Brunois und Rey zunächst angekündigt haben, nur 51 der rund 120 Kolleginnen und Kollegen weiterzubeschäftigen. Wir stehen in einem klassischen Arbeitskampf, indem wir unsere Arbeitsplätze verteidigen. Darüber hinaus sind wir mit den redaktionellen Plänen der Käufer nicht einverstanden. Das Duo Brunois und Rey will die Bereiche Politik, Wirtschaft und Kultur ersatzlos streichen. An ihre Stelle sollen Boulevardthemen, Sport oder Pferdewetten treten. France soir soll ein Revolverblatt werden.

F: Das...

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