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29.04.2006 / Feuilleton / Seite 14

Leserbriefe

In erster Linie Menschen

  • Zu jW vom 21. April: »Wir sind Brandenburg«

  • Ich empfinde den Aufruf »Wir sind Brandenburg« als arrogant und zynisch. Arrogant deshalb, weil im Schlußsatz in grenzenloser Selbstüberschätzung (Wir – die Guten – sind Brandenburg - Und s i e werden es niemals, niemals sein) eine Gruppe von Menschen, gemeint sind wohl die rechtsradikalen Schläger, aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Ich sage dagegen: Auch diese Menschen und andere, die gegen Gesetze verstoßen, sind Brandenburg oder Deutschland oder Buxtehude usw. Wir haben nur die verdammte Pflicht, alles zu versuchen, damit das verhängnisvolle Gedankengut des Rassismus aus den Köpfen und aus der Politik verschwindet. Mit Ausgrenzung bestimmter Menschengruppen ist überhaupt nichts getan und mit der Unterzeichnung hohler Phrasen auch nichts – dies vor allem an die Adresse der Erstunterzeichner.

    Zynisch ist der Aufruf deshalb, weil behauptet wird, »wer mit uns in Brandenburg leb...



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