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29.04.2006 / Thema / Seite 10

Stratege der Aufrüstung

Der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozeß 1945/46. Der interessanteste Angeklagte: Hjalmar Schacht (Teil IX)

Kurt Pätzold
Wenige Tage vor der Eröffnung er Hauptverhandlung in Nürnberg am 20. November 1945 stellte die Stuttgarter Zeitung ihren Lesern die Männer vor, die von den Siegermächten auf die Anklagebank gesetzt werden würden. Sie begann diese Vorstellung nicht mit dem Mann auf Platz eins, nachdem das Verfahren auch als »gegen Göring und andere« bezeichnet worden war, sondern mit jenem Angeklagten, der seinen Sitzort am entgegengesetzten Ende der ersten Bankreihe zugewiesen erhalten hatte: Hjalmar Schacht. Der Autor des Beitrags nannte ihn den vielleicht interessantesten unter allen Angeklagten. Diese Kennzeichnung und Wertung hat er verloren. Sie sind, wie ein Blick in die aktuelle Produktion von Film und Fernsehen der Bundesrepublik zeigt, seit längerem schon an Albert Speer gegeben worden. Zu Recht? Zu Unrecht?

Während Speer für zwanzig Jahre in das Gefängnis kam, verließ Schacht den Nürnberger Gerichtssaal am 1. Oktober 1946 als ein freier Mann. Als der einstige Rüs...

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