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29.04.2006 / Wochenendbeilage / Seite 15 (Beilage)

Ende einer Ära

Vor 35 Jahren: Walter Ulbricht tritt zugunsten Erich Honeckers von seinem Amt als Erster Sekretär des ZK der SED zurück

Norbert Podewin
Am 3. Mai 1971 um zehn Uhr wurde im Haus des ZK der SED in Berlin die reguläre 16. Tagung des Zentralkomitees eröffnet – eine Zusammenkunft mit, wie sich bald herausstellen sollte, weitreichenden Folgen für die europäische Politik. Haupttagesordnungspunkt: Bestätigung eines Rechenschaftsberichts, der den Delegierten des für Juni anstehenden VIII. Parteitages vorgelegt werden sollte. Über Personalentscheidungen, besonders über die politische Zukunft Walter Ulbrichts, seit 1953 Erster Sekretär des ZK der SED, wurde im Vorfeld sowohl parteiintern als auch in westlichen Medien spekuliert: Würde Ulbricht, dessen 78. Geburtstag in knapp sechzig Tagen anstand, aus Altersgründen zurücktreten? Oder möglicherweise aus politischen? Das Verhältnis zu Moskau war seit längerem angespannt, zuletzt vor allem durch einen deutsch-deutschen »Alleingang«: dem erstmaligen Treffen der beiden deutschen Regierungschefs Willi Stoph und Willy Brandt in Erfurt und Kassel im März bz...

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