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29.04.2006 / Ausland / Seite 6

Vom Krieg der Klassen

Der 1. Mai und die Erinnerung daran, daß sich nur etwas ändert, wenn die Betroffenen es ändern

Mumia Abu-Jamal
Vor etwas mehr als zwei Monaten ereignete sich in New York ein aufsehenerregender dreitägiger Streik. Wie ein Leuchtfeuer erhellte er die Nacht des immerwährenden Krieges zwischen Arbeit und Kapital – zwischen denen, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen, und denen, die sie ausbeuten und Arbeitsplätze vernichten, wann immer es ihren Interessen dient.

Der Ausstand der New Yorker Transportarbeiter-Gewerkschaft TWU (Transport Workers Union) legte das öffentliche Leben der Ostküstenmetropole lahm und schreckte sogar die Regierung in Washington D. C. auf. New Yorks Bürgermeister, der Milliardär Michael Bloomberg, reagierte auf den Streik wie ein Feudalherr, dem sein Volk abtrünnig geworden ist, und entfesselte eine mediale Schmutzkampagne gegen die Streikenden. Dabei hatten sie nichts weiter gefordert als einen fairen Tarifvertrag. Für die Bloombergs der Stadt aber waren sie »skrupellose Schurken«.

Die bürgerliche Presse stimmte ein in diese Verleumdungskampagn...



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