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29.04.2006 / Thema / Seite 4

Der lange Weg zum neuen Menschen

Entwicklungszentren sollen die Arbeitslosigkeit in Venezuela zurückdrängen – und die Revolution unterstützen

Harald Neuber
Die Losung ist deutlich und unübersehbar. »Die Revolution vertiefen«, fordert das Plakat gleich hinter dem Eingang zum Entwicklungszentrum »Fabricio Ojeda« im Osten von Caracas. Präsident Hugo Chávez begrüßt die Ankömmlinge auf dem Bild daneben mit der venezolanischen Fahne in der Hand. Bis zu 700 Frauen und Männer kommen Tag für Tag durch das Werkstor an dem Transparent vorbei. Sie stammen aus der Nachbarschaft des Stadtteils Gramovén, Caracas. Jahrzehnte zuvor war hier die bürgerliche Mittelklasse ansässig, Arbeiter und Angestellte. Heute ist Gramovén eines der einst vergessenen Viertel der Hauptstadt. Barrios, Armenviertel – die Kehrseite des Erdölreichtums des südamerikanischen Landes.

Es ist weniger der politische Aktivismus, der die Menschen in das Wirtschaftszentrum zieht, dessen Name an den ermordeten kommunistischen Politiker Fabricio Ojeda erinnert. Es ist die schlichte Möglichkeit, ein paar Bolívares zu verdienen. Seit das Zentrum Mitte 2004 in ...

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