25.04.2006 / Feuilleton / Seite 13

Zündfunk im Funkloch

In Bayern droht die Radiosendung Zündfunk nach über dreißig Jahren zwischen politischen und wirtschaftlichen Interessen zerrieben zu werden

Patrick Gruban
Im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks (BR) in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs scheint Ratlosigkeit zu herrschen. Rainer Tief, Bereichsleiter für Jugend, Multimedia und Bayern 3, fragte sich beim Interview mit der Süddeutschen Zeitung von Samstag, wie er es geschafft hat, in die Defensive zu kommen. Seit am 11. April bekannt wurde, daß der BR die seit 1974 bestehende Jugendsendung »Zündfunk« einstellen und durch eine neue Jugendwelle auf dem wenig verbreiteten Digitalradio DAB ersetzen will, ist eine Protestlawine losgebrochen, mit der keiner im Sender gerechnet hat. Mitglieder von Bands wie Tocotronic, Tomte, den Goldenen Zitronen, the notwist, Fink und Tele unterstützen die Initiative »Zündfunk retten« ebenso wie der Filmemacher Hans-Christian Schmid, der Autor Gert Heidenreich oder der SZ-Innenpolitik-Chef Heribert Prantl.

Gut gemeint

Dabei hatte es die Führungsriege im BR doch so gut gemeint. Ab 1986 haben nach und nach alle ARD-Anstalten eigen...

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