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12.04.2006 / Ansichten / Seite 2

»Bevölkerung soll an Militäreinsätze gewöhnt werden«

Mit Truppen im Kongo will die EU ein System indirekter europäischer Herrschaft installieren. Ein Gespräch mit Andreas Buro

Thomas Klein

Andreas Buro ist friedenspolitischer Sprecher des Komitees für Grundrechte und Demokratie

F: Geht es nach dem Willen der Bundesregierung, soll es bald zu einem EU-Militäreinsatz im Kongo kommen, bei dem vor allem deutsche und französische Soldaten beteiligt wären. Als offizieller Grund wird die Gewährleistung der Sicherheit während der Wahlen in dem zentralafrikanischen Land angegeben. Halte Sie das für plausibel?

Nein. Wenn als Gründe für den Militäreinsatz die Sicherung der Wahl in der Hauptstadt Kinshasa und der Schutz des Wahlsiegers genannt werden, muß man sich vor Augen halten: Sieger wird mit großer Wahrscheinlichkeit der jetzige Präsident Kabila junior sein, der selbst über die beste Militärtruppe verfügt. Auch das von offizieller Seite vorgebrachte Argument, es ginge um die Unterstützung der UN-Friedenstruppe MONUC überzeugt nicht, denn diese befindet sich zu einem großen Teil im Inneren des Landes und nicht in Kinshasa.

F: Welche Gründe s...



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