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11.04.2006 / Inland / Seite 15

Streik für neuen Investor

50 Tage Arbeitskampf gegen drohende Betriebsschließung bei CNH in Berlin-Spandau. Trotz Solidarität und Geschlossenheit der Belegschaft sind die Aussichten ungewiß.

Jörn Boewe
Seit 50 Tagen streiken die Arbeiter und Angestellten des Baumaschinenherstellers Case New Holland (CNH) in Berlin-Spandau. Der zum italienischen Fiat-Konzern gehörende Betrieb soll Ende Juni geschlossen werden. 500 von 550 Mitarbeiter würden dadurch ihren Arbeitsplatz verlieren.

Ende November unterrichtete der Vorstand die Beschäftigten auf einer Betriebsversammlung über den Plan, das Spandauer Werk Mitte 2006 zu schließen. Der Betrieb schreibt zwar schwarze Zahlen, doch innerhalb des Konzerns gibt es Überkapazitäten. Die Produktion der Baumaschinensparte soll deshalb im süditalienischen Lecce zusammengefaßt werden.

Betriebsrat und IG Metall verhandelten mit der Geschäftsleitung mit dem Ziel, die Schließung abzuwenden. Doch die Gespräche verliefen ergebnislos. Der Fiat-Konzern machte klar, daß die Einstellung der Produktion in Spandau für ihn alternativlos sei.

Mitte Februar leitete die IG Metall die Urabstimmung zum Streik ein. Über 92 Prozent stimmten für ...





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