10.04.2006 / Feuilleton / Seite 15

Schwarze Pädagogik

Peter Wensierski hat das schlagkräftige Wirken katholischer und evangelischer Erzieherinnen und Erzieher in der Wirtschaftswunder-BRD vor 1968 untersucht

Jana Frielinghaus

Die sogenannte SOS-Rütli-Debatte um verdorbene Hauptschüler bringt wieder einmal an den Tag, was an Unrat in deutschen Politiker- und Journalistenköpfen wabert. Die Frankfurter Allgemeine machte in diesem Zusammenhang letzten Donnerstag wieder einmal ihrem Ärger über »die 68er« Luft, die Schuld seien am Autoritätsverlust von Lehrern. Die Wiedereinführung der Prügelstrafe haben allerdings selbst Schönbohm und Stoiber noch nicht zu fordern gewagt.




Heimkinder


In eine Zeit, in der die auch im »freien Teil Deutschlands« noch gang und gäbe war, ist Peter Wensierski eingetaucht. Sein Buch »Schläge im Namen des Herrn« ist der verdrängten Geschichte der Heimkinder in der BRD gewidmet – speziell derer, die in kirchlichen Einrichtungen interniert waren. Der Autor läßt stellvertretend für Hunderttausende einige derer zu Wort kommen, die um ihre Kindheit und Jugend betrogen, jahrelang täglich mißhandelt und zu harter Arbeit ohne Lo...




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