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30.03.2006 / Ansichten / Seite 8

»Wir denken, daß Oury Jalloh ermordet wurde«

Demonstration erinnert an Flüchtling, der in Dessauer Gefängniszelle verbrannte. Aufklärung gefordert. Ein Gespräch mit Frederick Douglass

Wera Richter

Frederick Douglass ist Mitglied der Initiative Gedenken an Oury Jalloh und Mitorganisator der Demonstration am 1. April in Dessau

Am 1. April findet in Dessau eine bundesweite Demonstration in Gedenken an Oury Jalloh statt. Der 21jährige Flüchtling aus Sierra Leone starb am 7. Januar 2005 in Polizeigewahrsam. Können Sie die Umstände noch einmal kurz darstellen?

Oury Jalloh wurde am morgen des 7. Januar letzten Jahres in Dessau festgenommen. Aus unserer Sicht handelte es sich um eine rassistisch motivierte Verhaftung. Auf dem Polizeirevier nahmen sie ihm Blut ab, brachten ihn in eine Zelle und fesselten ihn auf die Pritsche. An Händen und Füßen. Vier Stunden später war er tot. Er verbrannte unter ungeklärten Umständen in der Zelle. Wir denken, daß Oury Jalloh ermordet wurde. Für uns reicht allein die Art der Mißhandlung, um von Mord sprechen zu können.

Polizei und Staatsanwaltschaft behaupteten, daß er sich selbst angezündet hat. Wird diese Behauptung...



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