14.03.2006 / Feuilleton / Seite 13

Regenmann im Niesel

Die neue Ausgabe des Strapazin zeigt: In Hamburg gibt es eine rege Comicszene

Jan-Frederik Bandel
Knietief in einer einzigen riesigen Pfütze steht es da, erschöpft und einsam, das kleine Männchen von Sascha Hommer, das den Umschlag des neuen Strapazin-Hefts ziert. Und obwohl während der Release-Party des bekannten Comicmagazins vergangene Woche statt Regen etliche Kilo Schnee auf St. Pauli herunterkamen und lange Eiszapfen an den Laternen funkelten, fällt es nicht schwer zu erraten, daß es hier um Hamburg geht. Genauer gesagt: um eine ganz bestimmte vernieselt-vieldeutige Hamburger Atmosphäre, wie man sie auch aus ungezählten Liedern und Filmen kennt – oder aus Comics wie den melancholischen Hamburg-Epen des inzwischen verstummten Zeichenpioniers Matthias Schultheiss (»Night Taxi« usw.). »Sich klein fühlen, ein bißchen Weltschmerz, Ruhe und Sentimentalität«, zählt Hommer augenzwinkernd auf.

Mit den New-Wave-Comics von Schultheiss allerdings haben die zehn Zeichnerinnen und Zeichner, die unter dem Titel »Comics aus Hamburg« nun in der von Sascha Homme...

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