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13.03.2006 / Feuilleton / Seite 15

Kein Hinterland

Hans Fässler hat aufgeschrieben, wie sich Schweizer an der neuzeitlichen Sklaverei seit deren Anfängen bereicherten

Ulrich van der Heyden

Der Band »Reise in Schwarz-Weiß. Ortstermine in Sachen Sklaverei« von Hans Fässler beeinflußt in zweierlei Hinsicht positiv die Forschung. Zum einen kann es als gewichtiger Beitrag zu den »postcolonial studies« angesehen werden, die insgesamt in jüngster Zeit große Fortschritte machen. In ihnen werden die Auswirkungen und Folgen von Kolonialismus auf bzw. in den Gesellschaften der ehemaligen kolonialen Mutterländer untersucht. Zum anderen zeigt die Untersuchung des engagierten Antiapartheidaktivisten und Kabarettisten aus St. Gallen in der Schweiz, wie stark das gemeinhin als friedliebend und neutral geltende Alpenland in Kolonialismus und Sklavenhandel verstrickt war. Fässler Band ist ein weitererer Beitrag zur rückhaltlosen Aufarbeitung der Schweizer Vergangenheit, die oft mit einem Glorienschein versehen wurde. Der wurde schon durch die Aufdeckung der Kollaboration der Berner Regierung mit Hitlerdeutschland sowie durch die Aufdeckung der...

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