28.02.2006 / Feuilleton / Seite 13

Schlichte Schönheit

Der Palast der Republik in Berlin könnte bleiben – als unterirdisches Projekt. Ein neuer Plan des Architekten Philipp Oswalt

Tina Veihelmann
Das Modell hat entfernte Ähnlichkeit mit der Berliner Neuen Nationalgalerie. Ist aber der Keller des alten Palasts der Republik. Während die ersten Betonplatten des Palasts bereits krachend zu Boden donnern, hat der Architekt und Städteforscher Philipp Oswalt noch einmal einen Entwurf vorgelegt. Wenn die oberirdischen Bauteile des Gebäudes abgetragen worden sind, so Oswalt, bleiben zwei Kellergeschosse zurück. Bisher ist geplant, sie mit 205 000 Tonnen Sand und Kies aufzufüllen, damit sie – wenn das enorme Gewicht des Überbaus fehlt – nicht vom Grundwasser angehoben werden. Zwei Ingenieurbüros aber belegen nun, daß eine Sandschicht von 21 600 Tonnen ausreichen würde, um die Stabilität des Baus zu sichern. Oswalt hat dazu einen schlichten und, wie es scheint, praktikablen Plan: Man füllt nur so viel Sand wie notwendig in die Kellergeschosse, nämlich eine Schicht von 1,3 Metern. Damit spart man siebeneinhalb Millionen Euro und gewinnt im Gegenzug räumliche ...

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