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25.02.2006 / Inland / Seite 3

Ein-Euro-Reservearmee

Jenseits des geltenden Rechts versuchen die öffentlichen Arbeitgeber, »Billigjobber« zum Streikbruch einzusetzen

Sebastian Gerhardt
Klassische Bildung hätte die deutschen Gewerkschaften warnen, wenn auch vielleicht nicht aufhalten können. In seiner Wallenstein-Trilogie läßt Schiller den kaisertreuen und doppelzünglerischen Oberst Octavio Piccolomini sagen: »Das eben ist der Fluch der bösen Tat, Daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären.« Wären sie diesem Ratschlag eines erfolgreichen Bösewichts gefolgt, die Gewerkschaften hätten von der Hartz-Kommission die Finger gelassen. Sie haben nicht. Unter den Empfehlungen der Hartz-Kommission stehen auch die Unterschriften von Peter Gasse (IG Metall) und Isolde Kunkel-Weber (ver.di). Der gute Plan, die »Profis der Nation« zusammenzuführen, begeisterte auch sie. Eine gewisse Disziplinierung von Erwerbslosen traf damals bei manchen Kollegen durchaus auf Verständnis. Nur die Umsetzung, ja daß sei etwas ganz anderes geworden ...

Streikbruch unrechtmäßig


Seit Mitte Februar häufen sich die Nachrichten aus verschiedenen Städten, daß Beschä...


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