25.02.2006 / Wochenendbeilage / Seite 3

Der Schwarze Kanal: Umgestülpter Antisemitismus

Werner Pirker
Der Bush-Krieg gegen den Terror, der im Namen der menschlichen Zivilisation geführt wird, macht sich zunehmend die Rhetorik der Anti-Hitler-Koalition zueigen. Welch perverser Vorgang: Die Legitimationsideologie des neuen imperialistischen Krieges ist der »Antifaschismus«. Es gelte den Anfängen zu wehren. Die Schande des Münchner Abkommens von 1938, als sich die Westmächte in Beschwichtigung übten und damit die Nazibestie von der Kette ließen, müsse getilgt werden. Das ist auch die Lehre, die Angela Merkel aus der deutschen Geschichte ziehen will. Heute wisse man, sagte sie auf der Münchner Sicherheitskonferenz, daß der Westen, dem Deutschland inzwischen angehört, auch anders hätte reagieren können. Mit Blickrichtung Iran stellte sie Null Toleranz in Aussicht – die kriegerische Option inbegriffen.

Damit befindet sich Frau Merkel auf der von den amerikanischen »Neocons« vorgegebenen Linie. Im Weekly Standard, ihrem Zentralorgan, schreibt Joseph Loconto: ...

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