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18.02.2006 / Titel / Seite 1

Stallpflicht bis 25

Neoliberale Bundestagsmehrheit peitschte weiteren Sozialabbau durch: Junge Erwachsene sollen bei ihren Eltern wohnen und werden der Willkür von Arbeitsagenturen ausgesetzt

Ralf Wurzbacher

Wer als junger Mensch am Arbeitsmarkt scheitert, wird jetzt bestraft: mit Verarmung und Entmündigung. Geht ein Erwachsener unter 25 Jahren im Gerangel um die letzten Überbleibsel an Arbeits- oder Ausbildungsplätzen leer aus, darf er dem Elternhaus nur noch in »besonderen Ausnahmefällen« den Rücken kehren. Dies besagt das am Freitag vom Bundestag in zweiter und dritter Lesung beschlossene Hartz-IV-Änderungsgesetz.

Das erst vor rund einer Woche von Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) angekündigte und jetzt durchs Parlament gepeitschte Regelwerk sieht ferner drastische Leistungskürzungen für junge Erwerblose vor. Demnach sollen im Elternhaus lebende junge Erwachsene maximal noch 80 Prozent vom Regelsatz des Arbeitslosengeldes II erhalten. Während Regierungsvertreter die Verschärfungen unter Verweis auf die Eindämmung angeblichen Leistungsmißbrauchs verteidigten, setzte es scharfe Kritik aus Sozial-, Arbeitslosen- und Mieteriniti...

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