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13.02.2006 / Inland / Seite 5

Zurück auf die Straße

Bilanz einer Konferenz zum Thema »Privatisierung in Berlin«: Stark in der Analyse, aber schwach in der Mobilisierung gegen den Ausverkauf öffentlichen Eigentums

Martin Reeh

Wer wollte, konnte den vergangenen Samstag symbolisch nehmen für die Stärken und Schwächen der Berliner Linken. Während im Bezirk Mitte die Großdemonstration gegen die EU-Politik stattfand, versammelten sich im DGB-Haus wenige Kilometer entfernt 150 Zuhörer zu einer Tagung der Mietergemeinschaft. Thema: »Privatisierung in Berlin«. Nach einem kalten Herbstabend 1995, an dem Tausende gegen den ersten großen Sparhaushalt der CDU/SPD-Koalition demonstrierten, verschwand das, was lange Zeit die Linke in der Stadt geprägt hatte: eine starke stadtpolitische Verankerung, die die Mobilisierung zu bundesweiten und internationalen Themen erst möglich machte. Bald darauf verloren sich Grüne und PDS in der Konsolidierungslogik; die radikaleren Teile der Linken setzten auf das Thema Antifa und brachten nur noch am Kreuzberger 1. Mai Tausende zu einer – allerdings sehr speziellen – Berliner Angelegenheit auf die Straße. Es waren die Jahre, in denen Berlin...

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