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07.02.2006 / Inland / Seite 3

Funken für das Pulverfaß

Treibmittel zur Spaltung Berlins: Vor 60 Jahren ging der RIAS, der »Rundfunk im amerikanischen Sektor«, auf Sendung und kämpfte um die Frontstadt

Mark Altten
Ohne den RIAS wäre die Geschichte anders verlaufen«, resümierte unlängst Günter Müchler, Programmchef von Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk, und sozusagen Nachlaßverwalter des einstigen US-Propagandafunks. Heute vor 60 Jahren begann der Rundfunk im amerikanischen Sektor – eben kurz RIAS – mit dem Sendebetrieb. Die ersten Monate allerdings noch unter dem Namen Dias (Drahtfunk im amerikanischen Sektor). Heute wird die Geschichte des »US-Kampfsenders« (so Der Spiegel 1954) fast ausschließlich an seiner großen Pleite – dem 17. Juni 1953 – festgemacht. 
 

Die Anfangsjahre


Weniger beachtet: Der RIAS war von der ersten Stunde seiner Entstehung Treibmittel zur Spaltung Berlins. Lohnenswert scheint es deshalb einen Blick auf dessen Anfangsjahre zu werfen. Die Vorbereitungen für den RIAS liefen faktisch seit den ersten Wochen des Einmarsches der US-Truppen 1945 in Berlin. Jürgen Graf, 38 Jahre als Reporter im Dienste des Senders – und gern als »Mister RI...

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