Dein Abo für den heißen Herbst!
Gegründet 1947 Dienstag, 4. Oktober 2022, Nr. 230
Die junge Welt wird von 2651 GenossInnen herausgegeben
Dein Abo für den heißen Herbst! Dein Abo für den heißen Herbst!
Dein Abo für den heißen Herbst!
31.01.2006 / Inland / Seite 2

Präsident Wolfowitz hält Kurs

Stiller Protest: ATTAC und WEED kritisieren Weltbankchef und fordern »klare Position« der Bundesregierung

Rüdiger Göbel

Wie ein Staatschef ist Weltbankpräsident Paul Wolfowitz am Montag in Berlin empfangen worden. Zollte dem maßgeblichen Architekten des Irak-Krieges zunächst Bundespräsident Horst Köhler Respekt, machte ihm danach Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zwischen Irak-Geiselbefreiungsgesprächen die Aufwartung. Entwicklungshilfechefin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), offiziell Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit, oblag es, die Arbeit des Washingtoner »Falken« ausführlich zu würdigen. Für die große Koalition brachte sich der entwicklungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Christian Ruck, ins Gespräch. Per Presseerklärung versicherte der Abgeordnete: »Die Weltbank ist unter ihrem neuen Präsidenten Paul Wolfowitz auf dem richtigen Kurs.«

Einzig das globalisierungskritische Netzwerk ATTAC und die entwicklungspolitische Gruppe WEED kritisierten den Weltbankchef. Nicht mit einer Mahnwache, Kundgebung, Demonstration oder einer ähnlichen Protestaktion. Nein, ebenfalls per Pressemitteilung forderten die Alternativ-Lobbygruppen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer Positionierung auf. »Auch der neue Präsident Wolfowitz setzt in bester Weltbank-Manier vor allem auf Rhetorik und PR, doch die Armutsbekämpfung bleibt weiterhin auf der Strecke«, so Detlev von Larcher vom ATTAC-Koordinierungskreis. »Ein Kurswechsel bei der Weltbank ist überfällig.«

Die angeblichen Reformen bei der Weltbank seien eine einzige Enttäuschung, erklärten WEED und ATTAC weiter. Bei der Demokratisierung der Weltbank habe es keinerlei Fortschritte gegeben, und eine »Abkehr vom neoliberalen Credo« sei nicht vollzogen worden. »Die Weltbank muß...

Artikel-Länge: 3271 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

45,90 Euro/Monat Soli: 57,90 €, ermäßigt: 31,90 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

21,90 Euro/Monat Soli: 29,90 €, ermäßigt: 14,90 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

45,90 Euro/Monat Soli: 57,90 €, ermäßigt: 31,90 €