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30.01.2006 / Ansichten / Seite 3

»Stille Revolution im Bildungswesen«

Eidgenossen haben »Kantönligeist« satt. In der Schweiz sollen föderale Kompetenzen zugunsten des Bundes beschnitten werden. Ein Gespräch mit Beat W. Zemp

Ralf Wurzbacher
Beat W. Zemp ist Zentralpräsident des Dachverbandes Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH)

In der Schweiz wollen die politisch Verantwortlichen dem Föderalismus in Bildungsfragen Grenzen setzen. Wie kam es zu dem Sinneswandel?

Ausgelöst wurde das Ganze durch einen parlamentarischen Vorstoß aus den Reihen der linken Fraktion, die gegen die föderalistisch bedingte Diskoordination und Chancenungerechtigkeit im Schweizer Bildungswesen etwas unternehmen wollte. Als dann die PISA-Auswertung diesen wunden Punkt bestätigte, bekam die Initiative starken Aufwind. Es gab sogar zwei Kantone, die verlangten, daß der Bund für ein einheitlicheres Schulsystem sorgen soll. Auch der LCH forderte eine stärkere Koordination des Schulwesens und einen entsprechenden verfassungsmäßigen Auftrag des Bundes.

Welche sind die wesentlichen Verbesserungen der neuen Bildungsverfassung?

Damit werden Bund und Kantone gemeinsam in die Pflicht genommen. Sie sollen die Ec...



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