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20.01.2006 / Inland / Seite 15

Saison für Frauenhandel

Zur Fußballweltmeisterschaft werden schätzungsweise 40000 Prostituierte erwartet. Viele von ihnen werden allerdings zu Sexdiensten gezwungen

Anxela Iglesias

Nicht nur Balltreter, Fans und Journalisten aus der ganzen Welt werden zur Fußballweltmeisterschaft in Deutschland erwartet. Auch 40000 Prostituierte packen die Koffer, um dorthin zu gelangen, wo sie auf eine große Kundschaft hoffen.

Einige Städte planen bereits die Einrichtung mobiler Bordelle. Auch soll der Kondomnachschub ab Juni gesichert sein, wenn der Internationale Fußballverband (FIFA) den Startschuß für die Weltmeisterschaft gibt. Frauenorganisationen und Gewerkschaften fürchten jedoch, daß Tausende Frauen mit vielversprechenden Jobangeboten in die BRD gelockt und dort in die Prostitution gezwungen werden.

»Die Erfahrung lehrt, daß bei jedem großen Sportereignis, zu dem sich eine hohe Zahl von Männern einfindet, die Nachfrage nach sexuellen Leistungen steigt«, sagt Ulrike Helwerth, Sprecherin des Deutschen Frauenrats, und verweist auf die Olympischen Spiele in Athen im Jahr 2004.

Der Rat hat mit Prostitution kein Problem - die ist in De...





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