31.12.2005 / Ansichten / Seite 2

»Wir alle hoffen auf Evo Morales und die MAS«

Der Wahlsieg des Präsidenten der Bewegung zum Sozialismus in Bolivien war nur durch die Unterstützung sozialer Bewegungen möglich. Ein Gespräch mit Julián Pérez

Harald Neuber

* Julián Pérez ist führendes Mitglied der »Vereinigung der Nachbarschaftsversammlungen« (FEJUVE) in der bolivianischen Stadt El Alto, dem Zentrum der Proteste in den vergangenen Monaten

F: Was erwarten Sie von der kommenden bolivianischen Regierung unter Evo Morales?

Unsere »Vereinigung der Nachbarschaftsversammlungen«, die FEJUVE, hat im Grunde nur eine Erwartung: daß er seine Wahlversprechen erfüllt.

F: Und welches dieser Versprechen steht für Sie im Zentrum?

Unser Hauptinteresse ist die rasche Rücknahme der Privatisierung der Gasvorkommen. Aber wir bestehen auch auf Auslieferung des ehemaligen Präsidenten Gonzálo Sánchez de Lozada, der in der USA Unterschlupf gefunden hat und vor seinem Sturz im Oktober 2003 mindestens 50 Demonstranten ermorden ließ. Dafür muß er in Bolivien vor Gericht gestellt werden. Was die Situation in meiner Heimatstadt El Alto betrifft, so fordern wir die Verstaatlichung der Trinkwasserversorgung. Zur Zeit wird diese...







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