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13.12.2005 / Feuilleton / Seite 12

Selbstmystifikation

Verfilmter Bukowski-Roman: »Faktotum«

Tina Heldt
Soll sie so leben, so und nicht anders, die Literatur? »In Los Angeles fand ich ein billiges Hotel gleich um die Ecke von der Hoover Street und legte mich ins Bett und trank. Ich trank eine ganze Weile, drei oder vier Tage lang. Ich konnte mich nicht dazu bringen, die Stellenanzeigen zu lesen. Die Vorstellung, wieder einmal einem Mann an seinem Schreibtisch gegenüberzusitzen und ihm zu sagen, daß ich einen Job wollte und die nötige Qualifikation dafür mitbrachte, war einfach zuviel für mich. Ehrlich gesagt, ich hatte einen Horror vor dem Leben; vor dem, was ein Mann alles tun mußte, nur um essen und schlafen und sich was zum Anziehen kaufen zu können. Also blieb ich im Bett und trank.«

Ein Absatz aus Charles Bukowskis 1975 erschienenem Roman »Factotum«. Wie »Barfly« und »Tales of Ordinary Madness« gibt es jetzt auch dieses Buch als Film. Ich kann mich außerdem noch dunkel an einen Dokumentarfilm aus den 1950ern erinnern, der in sozialkritischer Absicht e...

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