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13.12.2005 / Ausland / Seite 6

Verschüttete Zukunft

New Orleans drei Monate nach »Katrina«: Im Stadtteil Lower Ninth Ward haben wieder einmal die Armen das Nachsehen

Mary Beth Appell

Den Einwohnern des Stadtteils Lower Ninth Ward von New Orleans wurde am 1. Dezember 2005 endlich erlaubt, nach Hause zurückkehren. Nach drei Monaten war dies das erste Mal, daß die Bewohner ihre Häuser und Wohnungen wieder legal betreten durften. Bevor der Hurrikan »Katrina« und die hereinbrechenden Fluten den Stadtteil völlig verwüsteten, lebten hier fast 20000 Afroamerikaner.

Ich traf am 2. Dezember im Lower Ninth Ward ein und arbeitete in einem großen Zelt, in dem eine mobile Klinik neben Büros der Katastrophenschutzagentur FEMA, des Roten Kreuzes, der Umweltschutzagentur EPA und der Heilsarmee untergebracht war. Ich arbeite als Freiwillige für Common Ground, ein Free-Clinic-Kollektiv in New Orleans, das von Bürgern vor Ort selbst aufgebaut wurde.

Die Behörden hatten eine Straße freigegeben, über die die Bewohner in ihren Stadtteil zurückkehren konnten. Sie mußten mit ihren Autos einen Kontrollpunkt der Armee passieren und einen Nachweis erbring...



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