23.11.2005 / Ausland / Seite 15

Francos Erben

Die extreme Rechte in Spanien: zwischen Falange, Skinheads und der Guardia Civil. Antifaschisten versuchen, Bündnisse zu schließen

Elba Salas Mansilla

Während im Mai diesen Jahres in vielen Ländern der 60. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg gefeiert wurde, ließ die Linke in Spanien die Sektkorken etwas leiser knallen. Mit tatkräftiger Unterstützung der USA und der übrigen Westalliierten konnte die faschistische Diktatur Francisco Francos dort noch dreißig Jahre überdauern.

Erst mit dem Tod Francos 1975 begann ein mehrjähriger Übergang in die westliche Demokratie. Eine ernstzunehmende Entnazifizierung hatte nicht stattgefunden. Durch ein pauschales Amnestiegesetz aus dem Jahr 1976 wurde zudem nicht mehr zwischen Täter und Opfer unterschieden und so eine Integration der Franco-Anhänger ermöglicht. Die Eliten aus Politik, Militär, Polizei, Wirtschaft und Kirchen wurden für ihre Verbrechen nicht belangt. Die fast 40jährige Diktatur hat die Gesellschaft nachhaltig geprägt. Eine offene Auseinandersetzung über den Franquismus sowie den spanischen Nationalismus steht bis heute aus.


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