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30.07.1998 / Thema / Seite 0

Kein Verbrechen gegen den Frieden?

Vor fünfzig Jahren endete der IG-Farben-Prozeß in Nürnberg

Dietrich Eichholtz

Der Prozeß gegen 23 angeklagte Hauptvertreter des IG- Farben-Konzerns, darunter der Aufsichtsratsvorsitzende und alle 18 Vorstandsmitglieder, begann am 27. August 1947 und endete mit der Urteilsverkündung am 29. Juli 1948. Es war ein in der Geschichte bis dahin beispielloses Verfahren, richtete es sich doch gegen den größten deutschen und einen der größten Weltkonzerne.

Trotz der Vernichtung vieler belastender Akten und Dokumente vor Kriegsende und trotz der kurzen Zeit, die den US-Rechercheuren zur Verfügung stand, war die Anklagevertretung ausgezeichnet vorbereitet. Und trotzdem gelangten die drei amerikanischen Richter zu einem skandalös milden, geradezu exkulpatorischen Urteil: zehn Angeklagte wurden freigesprochen, die übrigen zu Gefängnisstrafen zwischen anderthalb und acht Jahren verurteilt; von diesen wurden vier sofort freigelassen. Die übrigen kamen zu Beginn der 50er Jahre frei.

Die engagierten antifaschistischen Kräfte in der amerikani...

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