11.11.2005 / Feuilleton / Seite 13

Einfach logisch

Antifa heißt Angriff: Der Film »Edelweißpiraten« von Niko von Glasow ist endlich angelaufen

Dr. Seltsam

Am Donnerstag hatte bundesweit der Film »Edelweißpiraten« Premiere. Das Datum wurde gewählt zur Erinnerung an die Hinrichtung von dreizehn jungen Menschen am 10.11.1944 in Köln-Ehrenfeld. Ohne Prozeß und Gerichtsurteil hängte die SS ihre zuvor gefolterten Gefangenen öffentlich in einer Reihe an einem roh gezimmerten Galgengerüst auf. Das ist die erschütternde Schlußszene des besten deutschen Antifa-Filmes der letzten Jahre. Lange Zeit, sah es so aus, als bekäme er keinen Verleih (jW vom 25.2.), nun startet er bundesweit mit 52 Kopien.

Nach der Schlußszene dieses Spielfilms über diese »Punks der Nazizeit« (Regisseur Niko von Glasow) bleibt dem Zuschauer kein Trost, aber die Einsicht: Im Kampf gegen Faschismus geht es um Leben und Tod.

Viele Filme über antifaschistischen Widerstand haben andere Sorgen – moralische. In der frühen BRD gab es den »20. Juli«-Film und die sehr uninteressante Frage, ob Nazi-Offiziere ihr Ehrenwort gegenüber Hitler brechen ...



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