09.11.2005 / Ausland / Seite 6

Legionärsrecht

Übergriffe der französischen Truppen in Côte d’Ivoire. Einseitige Unterstützung für Rebellen im Norden

Julio Godoy (IPS), Paris

Neue Erkenntnisse über die unrühmliche Rolle französischer Fremdenlegionäre in Côte d’Ivoire dürften die Spannungen in dem seit drei Jahren faktisch gespaltenen westafrikanischen Land noch verstärken. Paris räumte kürzlich ein, daß eine französische Militärpatrouille der »Opération Licorne« (Operation Einhorn) im Mai den Ivorer Firmin Mahé ermordet hatte. Und am Mittwoch kommender Woche wird in Paris ein Armeegericht das Urteil gegen sechs Soldaten verkünden, die während ihres »Friedenseinsatzes« in Abidjan eine Bank überfallen hatten.

Der gravierendere Vorfall allerdings betrifft den ermordeten Mahé. Zwei Generäle, der ehemalige Befehlshaber der Mission, Henri Poncet, und sein Stellvertreter, Renaud de Malaussène, werden beschuldigt, Berichte über dessen Tod gefälscht zu haben, um das Verbrechen zu kaschieren. Der 30jährige Mann, dem französische Soldaten Morde und andere Gewaltverbrechen zur Last gelegt hatten, war von einem einheimischen Gericht fre...

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