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29.10.2005 / Thema / Seite 10

Kooperation im Konsens

Irokesen und Demokratie. Wie das Beispiel herrschaftsloser Gesellschaften die demokratische Bewegung der Amerikanischen Revolution inspirierte (Teil I)

Thomas Wagner

Im Winter des Jahres 1880/81 studierte Karl Marx die Gesellschaft der Irokesen. Seine Quelle war das 1877 in New York und London erschienene Buch »Ancient Society or Researches in the Lines of Human Progress from Savagery through Barbarism to Civilisation« (dt.: Die Urgesellschaft. Untersuchungen über den Fortschritt der Menschheit aus der Wildheit durch die Barbarei zur Zivilisation). Als Autor zeichnete ein gewisser Lewis Henry Morgan. Friedrich Engels entdeckte im schriftlichen Nachlaß seines am 14. März 1883 verstorbenen Freundes ein 98 Seiten starkes Heft mit kommentierenden Auszügen. Daraus geht hervor, daß sich Marx im Detail für die kollektive Eigentumsordnung und die konsensuale Demokratie der nordamerikanischen Indianer interessierte. Im typischen Kauderwelsch der Exzerpthefte notierte Marx: Die Irokesen »kannten nichts von majorities u. minorities in the action of council«.1 Wenn wir mit dem Historiker Georg Knepler die Assoziation freier Produ...

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