Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Montag, 16. September 2019, Nr. 215
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
13.10.2005 / Ansichten / Seite 4

»Bewußtsein für Notwendigkeit eines grundlegenden Wandels ist gewachsen«

Gewerkschafter und KZ-Überlebender wurde mit der Hans-Böckler-Medaille des DGB ausgezeichnet. Ein Gespräch mit Martin Löwenberg

Claudia Wangerin

* Martin Löwenberg (80) ist Antifaschist, KZ-Überlebender und Gewerkschafter. Für sein politisches Engagement wurde er mehrfach ausgezeichnet – und mehrfach von BRD-Gerichten verurteilt. Nach der Medaille »München leuchtet« (2000) und dem Carl-von-Ossietzky Preis (2004) erhielt er am Mittwoch vom DGB die Hans-Böckler-Medaille. Zu seiner letzten Verurteilung kam es 2003 – nachdem er aufgerufen hatte, einen Neonazi-Aufmarsch zu stoppen.


F: Sie haben am Mittwoch vom DGB die Hans-Böckler-Medaille verliehen bekommen, mit der Begründung, Sie seien eine historische Persönlichkeit, die Antifaschismus und den Kampf um soziale Rechte verknüpft hat. Kann man das überhaupt trennen?

Nein, das war immer Teil der antifaschistischen Aktivität. Auch nach 1945 war es für uns selbstverständlich. Wir hatten damals die »vier Ds« zu unserem Sofortprogramm gemacht: Denazifizierung, Demilitarisierung, Demonopolisierung – also Enteignung des Großkapitals – und schließlic...




Artikel-Länge: 3339 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €