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13.10.2005 / Thema / Seite 10

Wissenschaftler für den Frieden

Wie kann die moderne Forschung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden? Eine Betrachtung im Albert-Einstein-Jahr

Reiner Braun

Der 6. August 1945 bedeutete eine Zäsur in der Menschheitsgeschichte. Seit der Atombombe, die von Wissenschaftlern und Ingenieuren im bis dahin größten und teuersten Rüstungsprogramm der Geschichte, dem Manhattan-Projekt, entwickelt wurde, besteht die prinzipielle und bis heute existierende Möglichkeit, daß die Menschheit sich selbst vernichtet.

Albert Einstein erkannte sofort die Bedeutung dieses ersten Atombombenabwurfs. Als seine Sekretärin ihn über die Radionachricht von der Bombardierung Hiroshimas informierte, reagierte er bestürzt: »O weh. Und das war's.« Der Physiker Niels Bohr schrieb wenige Tage später (am 11.8.1945 in der Londoner Times): »Die große Zerstörungsgewalt, die nun in die Reichweite des Menschen gelangt ist, kann eine tödliche Bedrohung werden, wenn sich die menschliche Gesellschaft nicht den Herausforderungen dieser Situation stellt«.

Die neue »Materie« und die einzigartige Weise, in der die US-Regierung mit dem Manhattan-Projekt ...



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