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12.10.2005 / Ansichten / Seite 8

»Die Getöteten als Opfer der Diktatur anerkennen«

Immer mehr Massengräber aus der Franco-Zeit werden in Spanien entdeckt. Ein Gespräch mit Paco Etxebarria

Ralf Streck, Donostia/San Sebastián

* Paco Etxebarria ist Professor für Gerichtsmedizin an der Universität des Baskenlandes. Er nimmt für die Wissenschaftsstiftung Aranzadi in Spanien an Exhumierungen von Opfern teil, die nach dem faschistischen Putsch von 1936 heimlich in Massengräbern verscharrt wurden.

F: Sie haben kürzlich bei Fustiñana ein Massengrab gefunden. Wie sind Sie darauf gestoßen?

Die Anfrage kam von einer Gruppe in Navarra, in der sich Nachkommen von Opfern des Faschismus zusammengeschlossen haben. Glücklicherweise wird unsere Grabsuche seit drei Jahren von der baskischen Regierung finanziert. Ähnliche Hilfen gibt es bisher nur in Katalonien und Andalusien, in anderen Regionen können wir uns ausschließlich auf freiwillige Helfer stützen. In diesem Sommer waren wir schon in Soria, Palencia, Valladolid und Kantabrien.

F: Wer sind die Toten in dem Grab?

Sieben Anhänger der Spanischen Republik aus dem Dorf Murchante, sozialistische Landarbeiter und Mitglieder der Gew...







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